Wir schreiben unsere Geschichte

Zwar lagern unsere Papiere zu den damaligen Projekten in Archiven, tatsächlich aber wäre es sinnvoll, wenn jene, die sie damals schrieben, sie heute selbst editierten, d.h. die Entstehungsgeschichte der Projekte erklärten, die damaligen Voraussetzungen und die Probleme bei der Umsetzung – kurz: sie in den historischen Zusammenhang stellten.

Warum jetzt?

Der Zeitpunkt dazu ist günstig wie nie: die Akteurinnen sind inzwischen im Ruhestand, hätten Zeit sich mit Rückblicken zu befassen. Andererseits bietet das Internet heute mit Blog-Software Plattformen (wie diese) wo viele Autorinnen selbst mitschreiben, wo Einträge diskutiert und unmittelbar ergänzt werden können.

Warum ist das nötig?

Ansporn ist uns auch die Ausstellung „WEST:BERLIN – eine Insel auf der Suche nach Festland“ im Ephraim Palais. Die Kuratoren des Märkischen Museums zeigen die Berliner Frauenbewegung mit zehn kleinen Exponaten – darunter ein Courage-Titelblatt,  Hülle der Flying Lesbians Platte, und winzige Szenenfotos aus einem Helke-Sander-Film -, aber vor allem: in der allerhintersten Ecke der Berlin-Ausstellung.

Dies zeigt deutlich, dass Frauen-Archive allein nicht ausreichen, um die FB im Bewusstsein zu halten.

Dafür müssen wir selber etwas tun – wir selbst!

Eine weitere Idee: Wir sollten eine Rednerinnen-Liste erstellen für die Themen, die die FB bearbeitet und verändert hat. So können Institutionen und Medien auch mal jemand anderen einladen als Alice…

 

Wie soll das gehen?

Texte, Fotos, Video- oder Audiointerviews können in diese Site eingebaut werden.
Bitte mailt uns Fragen und Vorschläge:

red@feministberlin1968ff.de

Wir wollen ein digitales Archiv von Fotos aus der Berliner Bewegung anlegen, d.h. wir würden Eure Fotos – oder besser die Negative – scannen und Euch sogleich zurückgeben. Wir notieren Fotografin, Anlass, Jahr und die Namen der abgebildeten Personen.
Wir haben begonnen unsere Zeitzeuginnen auf Video zu interviewen, so können wir eine Textabschrift erstellen und haben dazu auch Szenen und Standbilder. Die Abschrift kann die Interviewte dann selbst redigieren und ergänzen.

Im Internet ist eine „Bleiwüste“ besonders demotivierend, weshalb wir Texte gerne aufs wesentliche kürzen und mit vielen Zwischenüberschriften überschaubar machen – so wie auf diese Seite.

 

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